Belletristik

Rezension „Das Mädchen mit dem Drachen“


Das Mädchen mit dem Drachen von Laetitia Colombani, ist ein berührender und aufrüttelnder Roman, der gespickt ist mit großartigen Figuren und mit einer poetischen metaphorischen Sprache ausgestattet ist.

Ich habe heute dieses Buch im Wartezimmer beendet und musste gleich meine Gedanken zu Papier bringen! 

Darin wird einem schonungslos ehrlich die zwei Seiten von Indien gezeigt: die glanzvollere für die Touristen und die reale, schonungslose der Einheimischen, die immer noch den Kasten unterworfen sind und in denen Frauen nichts wert sind.


In dem Buch lernt man vor allem viel über die Gesellschaftsstrukturen Indiens und seinen vielen Problemen. Man möchte schreien, über das ungerechte, obsolete, diskriminierende, gewaltvolle und korrupte System, das vor allem Frauen benachteiligt!

Kaum welche von ihnen, besonders die Mädchen auf den Dörfern haben kein Zugang zur Bildung, da ihre Arbeitskraft wichtiger erscheint und sie ja „nur“ Mädchen seien, die nicht schreiben oder lesen müssten. Diese Ungerechtigkeit kann auch die starke und vielschichtige Protagonistin des Romans Lena, eine Französin, die als Lehrerin arbeitet und nach einem Schicksalsschlag in Indien neuen Mut finden will, nicht ertragen. Deswegen gründet sie eine Schule und hofft den Mädchen helfen zu können.

Besonders ein Mädchen ist ihr ans Herz gewachsen und zusammen mit anderen Frauen, versucht sie alles, um etwas zu ändern. Auf welche Probleme sie stößt, ob sie es schafft und wie ihre Geschichte und die der Dorfmädchen ausgeht, könnt ihr in diesem tollen Buch lesen! Große Leseempfehlung!

Kennt ihr schon Bücher der Autorin? Wenn ja, welches ist euer liebstes?

*Werbung, Rezensionsexemplar

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