Historische Romane

Rezension die Frau von Montparnasse

Der historische Roman: Die Frau von Montparnasse von Caroline Bernanrd aus dem Aufbauverlag, stellt eine mutige, ehrgeizige und auch leidenschaftliche Frau der Literaturgeschichte in den Mittelpunkt, die Lust am Denken und dem Leben hatte und zeigt sie von ganz anderen Seiten. Ich mag die Reihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“, des Aufbau Verlags sehr und habe auch schon einige gelesen umso gespannter war ich hier drauf.

Inhalt:

Ich habe mich ja sofort in das Cover verliebt! Ist es nicht schön? Und ich gebe zu, ich bin auch oft ein Coverkäufer, wenn natürlich der Inhalt stimmt:)

„Ich konnte mir ein Leben nicht ohne Schreiben vorstellen. Sartre lebte nur, um zu schreiben.“

Meinung:

Der Roman schildert großartig die komplexe Entwicklung Simones, dass nicht alles gradlinig verlief, dass sie Hürden überwinden musste, dass ihre Grundsätze erschüttert wurden und wie sie Stück für Stück zu der wurde, die sie sein wollte. Das fand ich super.

Dass die Autorin das innere Ringen Simones zwischen gelebter offener Beziehung, Freiheit, Emanzipation und dem Wunsch nach Exklusivität in der Partnerschaft, gezeigt hat, ist fabelhaft. So erlebt man von ganz anderen Seiten, sie wirkt menschlicher und man kann so gut nachvollziehen wie zu der berühmten Feministin wurde.

Die Autorin hat sich auch sehr intensiv mit Simone und ihrem Leben auseinandergesetzt, das sieht man auch am Anhang. Daher ist es auch so fundiert geworden, das ist mir bei aller Fiktion bei historischen Romanen immer sehr wichtig.

Es hat aber auch ein paar Längen, und an manchen Stellen musste ich mich durchkämpfen. Ich kann gar nicht sagen warum, weil der Schreibstil eigentlich sehr packend und poetisch ist. Mich hat auch etwas die Darstellung des Hinterherlaufens von Simone zu Sartre gestört. War das echt so?

Wie hat euch der Roman gefallen? Sind Beauvoir Experten unter euch?

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