Belletristik

Die Berechnung der Sterne

„Die Berechnung der Sterne“ von Mary Robinett Kowal,ist ein Buch, zu dem ich sonst eigentlich nicht greifen würde – das mich komplett aus meiner Komfortzone gezogen hat. Ich wurde dafür angefragt, habe aber den Klappentext falsch gelesen. Ich dachte, es wäre ein historischer Roman, aber irgendwie habe ich nicht kapiert, dass es sich um Science-Fiction handelt, die einen alternativen Geschichtsentwurf zeigt.

Nichtsdestotrotz wurde ich positiv überrascht und es hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist spannend, innovativ und voller Emotionen. Es werden auch viele politische und wissenschaftliche Themen und die Raumfahrt behandelt. Auch wenn bei uns kein Meteorit eingeschlagen ist, sind die Parallelen zu unserer Welt sehr stark und erschreckend, was die Autoren bestimmt auch beabsichtigt hat.

Die dargestellten gesellschaftlichen Konflikte sie dieselben, wie die der echten 1950er Jahre in den USA: Frauen werden systematisch benachteiligt und Schwarze Amerikaner*innen werden von Weißen diskriminiert. Diese Konflikte, die daraus resultieren werden auf interessante Weise mit einer dystopischen Grundstimmung verbunden.

Zudem hat es tolle, starke Frauenfiguren, die gut ausgearbeitet sind: Es sind nicht nur Helden, sondern sie haben auch Schwächen. Auch die Stimmung zwischen den verschiedenen Figuren ist sehr gelungen und glaubwürdig. Besonders die Protagonistin ist gut durchdacht, da sie sowohl eine Außenseiterin als auch eine Insiderin in einer speziellen Gruppe ist und ihre Kanten hat.

Fazit:

Ein gelungener Roman, mit großartigen diversen Figuren, der wichtige Botschaften vermittelt und der feministisch, gesellschaftskritisch und spannend zu lesen ist.

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