• Belletristik,  Historische Romane

    Rezension Was wir scheinen

    Heute erscheint der wunderbare Roman „Was wir scheinen“ von Hildegard Keller, aus dem Eichborn Verlag. Im Sommer 1975 reist Hannah Arendt ein letztes Mal von New York in die Schweiz, in das Tessiner Dorf Tegna, umgeben von Wasser und wundervollen Gebirge. Von dort fliegen ihre Gedanken zurück nach Berlin und Paris, New York, Israel und Rom. Und sie erinnert sich an den Eichmann-Prozess im Jahr 1961. Die Kontroverse um ihr Buch Eichmann in Jerusalem forderte einen Preis, über den sie öffentlich nie gesprochen hat.  Meinung: Das Werk besticht durch profunde Kenntnisse über das Leben und dem Werk von Hannah Arendt und vermittelt einem wunderbar den besonderen Zeitgeist und die Atmosphäre der zahlreichen…

  • Belletristik,  Bookstagram Klassenfahrt nach Frankreich

    Rezension zu „Die Tanzenden“

    Im Zuge der Bookstagram Klassenfahrt nach Frankreich habe ich eine Leserunde gestartet mit „Die Tanzenden“ von Victoria Mas, aus dem Piper Verlag . Es freut mich, wie viele von euch mitgelesen haben und nun freue ich mich auf die Abschlussdiskussion. Klappentext: Eine Hymne auf die Courage aller Frauen Ganz Paris will sie sehen: Im berühmtesten Krankenhaus der Stadt, der Salpêtrière, sollen Louise und Eugénie in dieser Ballnacht glänzen. Ob die Hysterikerinnen nicht gefährlich seien, raunt sich die versammelte Hautevolee zu und bewundert ihre Schönheit gerade dann, wenn sie die Kontrolle verlieren. Für Louise und Eugénie aber steht an diesem Abend alles auf dem Spiel: Sie wollen aus ihrer Rolle ausbrechen,…

  • Belletristik

    Faszinierender und wichtiger Roman

    Der Roman „Winterbienen“ von Norbert Scheuer aus dem C. H. Beck Verlag ist ein wunderbares Stück Erzählkunst.  Klappentext: Januar 1944: Während über der Eifel britische und amerikanische Bomber kreisen, gerät der wegen seiner Epilepsie nicht wehrtaugliche Egidius Arimond in höchste Gefahr. Er bringt nicht nur als Fluchthelfer jüdische Flüchtlinge in präparierten Bienenstöcken über die Grenze, er verstrickt sich auch in Frauengeschichten. Mit großer Intensität erzählt Norbert Scheuer in „Winterbienen“ einfühlsam, präzise und spannend von eine…  Meinung: Am Anfang passierte nicht so viel, aber die Handlung nahm immer mehr an Fahrt auf, besonders zum Ende hin. Außerdem ist die persönliche Sicht auf das Kriegsgeschehen, die Probleme, die damit verbunden waren, äußerst interessant. …