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Rezension „Die Puppe im Grase“

Heute mal ein etwas anderer Klassiker, passend zur Frankfurter Buchmesse und dem diesjährigen Gastland Norwegen, und zwar Die Puppe im Grase: Norwegische Märchen von Peter C. Asbjornsen und Jorgen Moe, übersetzt von Friedrich Bresemann und opulent illustriert von Kat Menschik. Erschienen ist der Märchenband im Galiani Verlag. Es ist schon einige Jahre her, dass ich Märchen gelesen habe, wenn nicht sogar das letzte Mal in meiner Kindheit, aber dieses Buch hat mich einfach verzaubert und wollte bei mir einziehen….

An einem kalten, regnerischen Nachmittag streifte ich durch eine gemütliche Buchhandlung und entdeckte dieses farbenfrohe, wunderschöne, sprachgewaltige Werk und da die FB immer näher rückt, dachte ich passt es perfekt. Man taucht sofort in die faszinierende Wunderwelt von harmonischen Farben und großartigen Märchen ein und ist sogleich verzaubert.

Inhalt:

»Die besten Märchen, die es gibt.« Jacob Grimm
Das neue Werk aus Kat Menschiks Reihe der Lieblingsbücher.

Kleine Puppen locken Königssöhne ins hohe Gras, Handwerker überlisten mithilfe von Nüssen den Teufel und ein Huhn rettet die Erde vor dem Vergehen. Eine Welt jenseits des Alltages wartet darauf, neu entdeckt zu werden.

Was Jacob und Wilhelm Grimm für Deutschland waren, waren Peter Christen Asbjørnsen und Jørgen Moe für Norwegen.

Meinung:

Menschik erschafft durch ihre außergewöhnlichen Zeichnungen ein echtes Kunstwerk. Man ist überwältigt und wird in ihren Bann gezogen, der erst aufhört zu wirken, wenn man den Deckel wieder zuklappt. Ihre Auswahl von Märchen bringt einen das mystische Norwegen, seine Vergangenheit und Sagen näher und ist die perfekte Einstimmung auf die FB. Dabei handeln die Märchen nicht nur von rosaroten Träumchen und Sehnsüchten, sondern zeigen auch die raue Welt; sie sind brutal, belehrend und reich an Sittenlehre. Einige Märchen gefallen besser als andere und manche kommen einen sehr bekannt vor, da viele Motive/Geschichten den uns bekannten Grimm’schen oder Anders´schen Märchen ähneln. Diese entdeckt man aber neu oder wieder und trüben das Lesevergnügen nicht wirklich. Trotzdem würde die Literatur-und Geschichtsstudentin in mir gerne wissen, wer hier von wem „inspiriert“ wurden ist. 

Das Büchlein ist ein wunderbarer bibliophiler Schatz für alle Märchen-und Buchliebhaber und jene, die einfach mal für eine kleine Weile in magische Welten und Worte eintauchen wolle und die zuweilen kalte Realität vergessen wollen. Es eignet sich auch wunderbar als Geschenkbuch. Klare Leseempfehlung.

Bibliographische Angaben: Die Puppe im Grase, Norwegische Märchen Kat Menschik


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