Belletristik,  Feministische Sachbücher,  KlassikerInnen,  Klassikersamstag,  Lesechallenge 20-er Jahre,  Rezensionsexemplare

Josephine Baker Biographie

Heute zum #Klassikersamstag reisen wir literarisch gegen den Covid-Blues nach Paris in die 1920-Jahre und das mit einem Superstar der Zeit: Josephine Baker! Dafür brauchen wir nicht mal unsere Wohnung verlassen, sondern nur die fantastische Biographie von Mona Horncastle, aus dem @stryria aufschlagen und uns in die goldenen 20-er Jahre entführen lassen:

Das ist die erste Biografie, die Josephine Baker, den ersten afroamerikanischen Superstar, als das zeigt, was sie vor allem war: eine idealistische Kämpferin gegen Rassismus und Diskriminierung. Darin wird deutlich, dass sie eben nicht „nur“ die Frau mit dem Bananenröckchen war.

Horncastle arbeitet historisch genau und schafft es, eine vielschichtige Persönlichkeit abzubilden, mit all ihren Glanz, aber auch mit Bakers vielen Schattenseiten!

Ich habe schon andere Bücher von Horncastle gelesen und auch hier kann sie vor allem durch ihre fundierte Recherche überzeugen. Sowohl aus dem Leben der Josephine Baker als auch durch die guten Kenntnisse des historischen Hintergrunds, was die Biografie wunderbar abrundet. 

Außerdem lernt man sehr viel! Um nur mal eine Sache aus Bakers interessanten Leben herauszugreifen: Sie hat sich stark im Widerstand gegen Nazi-Deutschland engagiert, indem sie die Informationen und Nachrichten durch das besetzte Frankreich geschmuggelt hat. Dafür wurde sie später d von Charles de Gaulle mit dem Croix de Guerre ausgezeichnet. Und wusstet ihr, dass sie 12 Kinder adoptiert hat?

Zudem ist es wunderbar, wie umsichtig Horncastle mit der Sprache umgeht, dass sie Begrifflichkeiten erklärt und sie im Kontext einordnet, nicht einfach bestimmte Wörter übernimmt, die man damals zwar sagte, aber heute politisch inkorrekt sind. 

Dabei ist dieses Buch keine trockene #Biographie, es überzeugt durch ein wunderbares Layout, schöne Fotos aus Bakers Leben und vor allem durch geistreiche Zitate. Dadurch macht das Lesen noch mehr Spaß und zeigt besonders gut Bakers vielschichtiges Leben.

Fazit:

Eine äußerst gelungene, lebendige und fundierte Biographie, über eine beeindruckende Frau. Für alle Fans von Biographien, Feminismus und unentdeckten bibliophilen Juwelen. Bitte, unbedingt lesen!

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.